Eine Möglichkeit, Stahlkonstruktionen vor den zerstörerischen Auswirkungen von Korrosion zu schützen, ist die Feuerverzinkung. Dabei werden die Bauteile in geschmolzenes, heißes Zink getaucht, mit dem das Metall reagiert. Als Ergebnis dieser Reaktion bildet sich eine Schutzschicht, die Korrosion verhindert. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf seine Eigenschaften zu werfen.
Schichten aus Zink
Der Zinküberzug ist nicht einheitlich, sondern zeichnet sich durch eine schichtweise Struktur aus. Je nachdem, wie lange das Bauteil eingetaucht war und wie hoch die Temperatur des Zinks war, variieren die einzelnen Schichten in ihrer Dicke. Die Oberfläche selbst besteht im Wesentlichen aus reinem Zink, was den ersten Schutz vor Korrosion bietet. Nachfolgende Schichten zeichnen sich durch eine Änderung der Proportionen in der Zusammensetzung und einen zunehmenden Eisengehalt aus. Sie heißen Zeta, Delta bzw. Gamma.
Die Zeta-Schicht enthält etwa 6% Eisen, bei Delta sind es etwa 10%, während Gamma bis zu etwa 25% enthalten kann. Die Dicke der gesamten Zinkschicht sollte etwa 100 bis 120 Mikrometer betragen, damit sie ihren Zweck voll erfüllt und bis zu 20-30 Jahre lang vor Rost schützt. Es liegt auf der Hand, dass die Komponente umso besser und länger geschützt ist, je dicker die Beschichtung ist. Darüber hinaus ist die Zinkschicht sehr widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen.
Zinkbeschichtung mit bloßem Auge zu erkennen
In den meisten Fällen verleiht der frische Zinküberzug dem Bauteil seinen charakteristischen Glanz. Bei einigen Stahlsorten oder wenn die Temperatur während der Verzinkung besonders hoch war, kann es jedoch auch vorkommen, dass die Oberfläche stumpf wird und Grautöne annimmt. Dieses Anlaufen, wenn es nicht sofort auftritt, wird in etwa drei bis vier Monaten erfolgen. Keine Sorge, dies mindert nicht den Schutzwert der Beschichtung, sondern ist lediglich das Ergebnis chemischer Reaktionen, die durch den Kontakt mit der Luft verursacht werden.

